Cosima Grabs

Mezzosopran

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Meinen tabellarischen Kurzlebenslauf zur Information über Repertoire und beruflichem Werdegang finden Sie hier:

Kurzlebenslauf
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Hier sehen Sie eine Übersicht über Zeitungs- und Presseartikel, die meine Arbeit und Projekte widerspiegeln:


2018

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 Mannheimer Morgen, 29.10.2018


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Aus "Die Rheinpfalz" vom 14.03.2018



Der Ton muss in den Kopf

28. Februar 2018Autoren: Sabine Zeuner , Sabine Zeuner

 Jens Hoffmann (links) übt mit den rund 40 Sängern der Kantorei Brühl/Ketsch die schwierigen Passagen der Spatzenmesse, die schon zum Osterfest kraftvoll in den Kirchen der beiden katholischen Gemeinden erklingen soll. © zeuner


BRÜHL.Die Stimmen erheben zum Gotteslob – das ist für die Mitglieder der Kantorei Brühl/Ketsch ein ganz besonderes Anliegen. Recht „jung“ ist die Kantorei, die mit Jahresbeginn ihre Arbeit aufgenommen hat. Rund 40 Sänger jeden Alters sind entweder aus den beiden Kirchenchören in Brühl und Ketsch hervorgegangen oder gehören den Jugendchören „TeenieTones“ und „teenitus“ an.

Es ist also eine bunt gemischte Gruppe entstanden, die beim Probewochenende ins Detail der Vorbereitung der „Spatzenmesse“ von Wolfgang Amadeus Mozart ging. Den Beinamen „Spatzenmesse“ verdankt die Mozart-Messe übrigens den einprägsamen Violin-Figuren im Sanctus und im Benedictus.

Am Ostersonntag, 1. April, um 10 Uhr im Osterhochamt, in St. Michael Brühl-Rohrhof, werden die Sänger den Gottesdienst feierlich mit ihren Stimmen umrahmen. Jens Hoffmann, Kirchenmusiker der Seelsorgeeinheit Brühl/Ketsch, und die Stimmbildnerin Cosima Grabs erarbeiteten Stück für Stück mit allen Stimmen in Soloparts sowie gemeinsam die einzelnen Passagen der Messe.

Dieses musikalische Ausnahmestück ist in die Sätze Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei gegliedert und sehr anspruchsvoll.

Gefragt, wo er den Probenerfolg symbolisch in einem Hundert-Meter-Lauf mit Ziel Ostersonntag ansiedeln würde, meinte Hoffmann: „Wir sind gut gestartet, befinden uns noch im Sprint, bewegen uns stetig steigernd auf das Ende zu.“

Bevor mit Aufwärmarbeit der Oberkörper aufrecht gestellt, die Arme bewegt und der Mund „ausgeblasen“ wurde, fand Kurt Gredel, Vorsitzender der Kantorei, Zeit sich und den Vorstand mit seinen Aufgaben kurz zu skizzieren: „Wir, das sind die zweite Vorsitzende Elfie Hemmerich, Kassenwart Günter Hemmerich, Schriftführerin Janina Bredfeldt und die Beisitzer Silke Witschel und Daniel Bormann sind für zwei Jahre gewählt.“ Als Hauptaufgabe sehe der Vorstand die aktiven Sänger, die sich teilweise schon aus den früheren Kirchenchören kennen, zu einer motivierten Gemeinschaft zusammenzuführen.

Spaß bildet einen Schwerpunkt

„Es soll Spaß machen im „neuen“ Chor mit Chorleiter Jens Hoffmann zu singen“, sagte Gredel, der sich über bereits acht Neueintritte freut. Die geschätzte Basisarbeit der ehemaligen Kirchenchöre soll weitergeführt werden, dazu ist eine neue Satzung erstellt worden. Zudem wird es ein ehrendes Zusammenkommen mit den schon etwas betagteren Sängern geben, die aus Altersgründen nicht mehr zum neuen Chor kommen.

Ein weiterer Fokus des Vorstands wird die Geselligkeit sein, gemeinsame Aktivitäten nach der Chorprobe, Wanderungen, Ausflüge und Feiern soll es geben. „Wir möchten auch den Geburtstagen wieder eine größere Wertschätzung beimessen“, schilderte Gredel, der anstrebt als Verein obendrein aktiv am Vereinsgeschehen teilzunehmen.

Ein gutes Stück vorangekommen

In diesem Moment ruft ihn die Probearbeit in die Sängergemeinschaft und mit den Männerstimmen in den Kellerraum, wo Jens Hoffmann mit den Herren spezielle Passagen übt. Im Saal des katholischen Gemeindezentrums setzt sich Cosima Grabs ans Klavier. Immer wieder lässt sie einzelne Abschnitte vom Sopran, dann vom Alt und nachdem sie einzeln perfekt sitzen von beiden zusammen anstimmen. Manchmal gibt sie als Hilfestellung: „Der Ton muss in den Kopf“, was die Damen gleich umsetzen. „Jetzt war’s gut“, lobte Grabs sofort.

Samstags und sonntags waren je drei Stunden intensives Proben angesagt, die Hoffmann resümiert: „Wir sind ein gutes Stück weitergekommen und konnten Stimmbildung mit allen Sängern machen.“

© Schwetzinger Zeitung, Mittwoch, 28.02.2018

 

 

 

Jede einzelne Stimme pflegen

Archivartikel13. Februar 2018Autoren: Sabine Zeuner ,

Jens Hoffmann ist in der katholischen Seelsorgeeinheit Brühl/Ketsch für die Kirchenmusik zuständig.

© strauch

Brühl.Menschen mit Stimme können diese bei der katholischen Kantorei einsetzen. Auch solche, die nicht sicher sind, ob das Stimmvolumen reicht, die aber gern singen „brauchen wir“, sagt Jens Hoffmann, Leiter der Kantorei und seit Oktober 2016 im Kirchenteam dabei, ein Fundament mit Entwicklungspotenzial für den Gesang zu legen. Hoffmann: „Es hat sich schon einiges getan.“

„Die beiden Kirchenchöre aus Brühl und Ketsch haben fast vor ihrer Auflösung gestanden“, erklärt Hoffmann, dass es extrem schade gewesen wäre für alle Menschen, die bislang und auch immer noch gerne singen, zur Singstunde zusammenkommen.

Klar ist: „wir sind die Kantorei für die gesamte Seelsorgeeinheit“, das unterstreicht Hoffmann. Jeder soll sich nach seiner Art und seinem Können in den verschiedenen Angeboten wiederfinden können. „Sich selbst und seine Stimme einschätzen ist nicht einfach“, weiß der Chorleiter um die breitgefächerte musikalische Landschaft, darum, wie man aus Einzelstimmen ein Ganzes formt, aber auch Solisten fördert.

 Breites Spektrum der Musik

Das Spektrum der Kirchenmusik Brühl/Ketsch umfasse Gregorianik, A cappella-Gesang und Alte Musik. Sie bietet diese Auswahl mit den verschiedenen Gruppen Kantorei, Kammerchor „Ars Nova“ und „Vox Bruwelensis“. Die Stimmbildung ist ein Angebot für Sänger innerhalb der Kirchenmusik, also auch der Kantorei. Mit Cosima Grabs ist eine studierte Lied-, Oratorium- und Opernsängerin, Chorleiterin, Stimmbildnerin und aktive Mezzosopranistin mit im Boot die Stimmen Brühl und Ketschs auszubilden.

Stimmbildung ist das worauf Hoffmann und Grabs großen Wert legen und den Sängern aus dem Chorbestand sowie allen, die neu hinzukommen, in regelmäßigen Workshops anbieten.

Worauf es ihr ankommt, formuliert sie wie folgt: „Ich lege großen Wert auf das Vermitteln einer gesunden und profunden Gesangstechnik. Körper, Atem und Stimme miteinander zu verbinden und in einer Emotion zum Ausdruck zu bringen ist ein großes Ziel, für das man viel Geduld, Mut und Vertrauen – vor allem in sich selbst – aufbringen muss.“ Dabei kommen verschiedene gesangstechnische Übungen zum Einsatz, die keiner bestimmten Schule folgen, sondern auf jeden Teilnehmer ganz individuell abgestimmt sind und sich oftmals in der Einzelstimmbildung ergeben. Elementar sei beim Singen im Chor die eigene Stimme nicht aus dem Fokus zu verlieren, stellt sie fest.

In einzelnen Stimmbildungseinheiten werden die Sänger sensibilisiert und „trainiert“, die eigene Stimme zu führen und kontrollieren. Extrem wichtig seien die Übungen auch, damit die Stimme keinen Schaden erleidet. „Der Gesamtchorklang lebt von der Qualität der einzelnen Stimmen. Sie gesund zu halten und auf schwierigere Aufgaben vorzubereiten ist das Ziel meiner stimmbildnerischen Tätigkeit in der Seelsorgeeinheit“, sagt sie.

Hoffmann spricht vom ersten Workshop im Januar unter dem Titel „Meine Stimme und ich“, den 35 Sänger besuchten: „Unter fachlicher Anleitung erleben die Sänger ihre eigene Stimme ganz neu, lernen Vieles darüber, wie und wo die Stimme entsteht, wie man sie nutzen kann, wir können eine stabile Gesangstechnik erreichen.“

Klangfarbe und Atemtechnik stehen im Fokus eines weiteren Treffens, das noch terminiert wird. „Die Stimme ist Rohmaterial – über einen längeren Zeitraum kann sie nachhaltig und qualitativ ausgebildet werden“, so Hoffmann, der sich auf viele neue Stimmen freut, die die unterschiedlichen Ensembles unterstützen – auch Projektsänger sind immer willkommen.

Große Vorhaben im Fokus

Auf den ersten großen Auftritt beim Osterhochamt arbeitet man bereits hin: am 1. April (Ostersonntag um 10 Uhr in St. Michael-Kirche) kann man die „Spatzenmesse“ in C-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart erleben; im Spätjahr, am ersten Weihnachtstag die große „Messe solennelle en l’honneur de Sainte-Cécile“ von Charles Gounod in Zusammenarbeit mit dem Kammerorchester Hockenheim.

„Auch großartige A cappella-Werke stehen auf dem Programm und werden die Gottesdienste zu Fronleichnam und Kirchweih bereichern“, verspricht der ambitionierte Kantor.

Info: Weitere Infroma- tionen gibt es bei Jens.hoffmann@kath-bruehl-ketsch.de.

© Schwetzinger Zeitung, Dienstag, 13.02.2018

 

  

2017

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Stimmtechnisch auf der Höhe

23. Oktober 2017 Autor: Maria Herlo

 

Vor dem goldenen Altar zeigen Chor und Begleitmusiker unter Jens Hoffmann (l.) ihr Können. © Herlo



Brühl/Ketsch.Was macht ein junger Musiker, der ein Feld beackern möchte, das noch teilweise brachliegt? Er gründet ein Ensemble. Genau dies tat Jens Hoffmann, Leiter der Kirchenchöre Brühl und Ketsch. Am Samstagabend war der von ihm ins Leben gerufene Klangkörper, der ökumenische Kammerchor "Ars Nova", zum ersten Mal in der Schutzengelkirche zu erleben.

Im Jubiläumsjahr der Reformation war es Hoffmann ein großes Anliegen, die Klangwelt des 16. und 17. Jahrhunderts aufleben zu lassen und dies mit gut ausgebildeten Sängerinnen und Sängern sowie Kenntnis der historischen Aufführungspraxis. Im Zentrum des Konzerts unter dem Titel "Musik im Wandel" standen somit Kompositionen, die eben "von jenen musikalischen Entwicklungen im Zuge der Reformation handeln, die auch die Musikgeschichte nachhaltig geprägt haben", wie Hoffmann in seiner Begrüßung betonte.

Es war tatsächlich ein aufregendes Abenteuer, diese eigenwillige Klanglichkeit jener Zeit in Gesängen wie "Sanctus - Bedenedictus - Ossana" aus Missa Brevis F oder "Adoramis te Christe" von Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525 - 1594) nachzuempfinden, in den Liedern "Wenn wir in höchsten Nöten seyn" und "Aus tiefer Noth" von Johann Hermann Schein (1586 - 1630), "Deus Misereatur" von Heinrich Schütz (1585 - 1672) oder "Komm her zu mir, spricht Gottes Sohn" von Melchior Vulpius (1570 - 1615). Virtuos und lebendig präsentierten die Sängerinnen und Sänger des zehnköpfigen Ensembles dieses Repertoire. Palestrinas Polyphonien, reich an farbvollen Harmonien, standen neben deutschen protestantischen Kirchenliedern und vereinten sich zu einer eindringlichen Klangsprache, aus der die sinnliche Fülle an harmonischer Pracht zu spüren war, typisch für das Zeitalter der Renaissance.

Instrumente begleiten

Unter der Leitung Jens Hoffmanns reizte das Ensemble die wechselnden Affekte dieser Musik aus, die organisch aus dem natürlichen Klang der Stimmen strömten. Zwischen den einzelnen Vorträgen brachten Suzanne van Os (Chitarrone und Laute) Robert Sagasser (Viola da Gamba) und Johannes Merkle (Orgel) Instrumentalwerke aus jener Zeit zu Gehör. In manchen fanden Chor und Instrumentalisten zu einem transparenten Zusammenspiel. Allesamt erwiesen sie sich als ideale Interpreten dieser Musik, die mit einer Mischung aus Sinnlichkeit und geistiger Tiefe die Zuhörer in den Bann zog.

Für Aufsehen sorgten auch die mitgebrachten Instrumente. Profunde Kenntnis historischer Musikpraxis bewies Suzanne van Os sowohl an der Chitarrone als auch auf ihrer Basslaute mit dem zwei Meter langen Hals, den sechs doppelchörigen Griffbrettsaiten und acht diatonischen Bordunsaiten. Sie war das Zentrum der instrumentalen Gruppe, trat solo auf oder begleitete den Chor sowie die Vokalpartien der Solisten Cosima Grabs (Sopran) und Michael Leideritz (Bariton).

Van Os stellte Kompositionen von Alberto da Ripa (1500 - 1551) vor, die "Toccata für Laute" von Hieronymus Kapsperger (1580 - 1651) oder Hans Newsidler (1508 - 1563). Ihren Klängen setzte Sagasser die noble Melancholie seiner Gambenlinie in der "Suite für Viola da Gamba" eines anonymen Komponisten entgegen, während Johannes Merkle an der Orgel als zuverlässiger Basso continuo waltete.

In den Arien aus den "Kleinen geistlichen Konzerten" von Schütz waren auch die beiden Solisten stimmtechnisch voll auf der Höhe. Grabs beeindruckte mit der großen Reichweite und Spannkraft ihres Soprans, der Bariton Leideritz durch klangliche Wärme und farbliche Nuancen. Am Ende gab es viel Beifall für die Solisten, den Chor, die Instrumentalgruppe und für Jens Hoffmann, der die Gesamtleitung innehatte.

© Schwetzinger Zeitung, Montag, 23.10.2017



 









 


2016

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 Mannheim Morgen vom 21.12.2016




























Musikalisch in einem Boot mit Jesus

Archivartikel 30. Juni 2016

Das wird eine ganz ungewöhnliche Sache: Mit einer Jazz-Pop-Kantate im Gottesdienst lockt die Evangelische Stadtkirche am Sonntag die gemeindemitglieder und alle Interessierten. Um 10 Uhr kommt die Jazz-Pop-Kantate "In einem Boot mit Jesus" für Soli, Chor und Band durch die Evangelische Kantorei unter der Leitung von Bezirkskantor Detlev Helmer zur Aufführung.

Die 2013 erschienene Kantate ist eine Gemeinschaftsproduktion des evangelischen Theologen Eugen Eckert und des katholischen Kirchenmusikers Peter Reulein. Inhaltlich werden der alttestamentliche Psalm 69 ("Hilf mir, Gott, das Wasser steht mir bis zum Hals") und die neutestamentliche Erzählung von der Stillung des Seesturmes, einem Wunder Jesu, kombiniert. Es geht um lebensbedrohliche Erfahrungen von Menschen und die Frage nach dem Gottvertrauen, das durch Krisen hindurch helfen kann. Gerade durch die Unwetterkatastrophen der letzten Wochen erhält die Kantate damit einen ganz aktuellen Bezug in unsere Zeit.

Es musizieren Cosima Grabs (Sopran), Philipp Schädel (Bariton), Anke Palmer (Flöte), Frank Rinne (Saxophon), Georg Oberst (Piano), Martin Reisinger (E-Bass), Uwe Dittes (Schlagzeug) und ein Gemeinschaftschor der Evangelischen Kantorei. Bisher einmalig ist dabei die Zusammenführung von Kirchen-, Gospel-, Jugendchor SOY und dem Vokalensemble. Dadurch wirken mehr als 80 Sängerinnen und Sänger mit. Pfarrer Thilo Müller wird die Kantate in die Liturgie integrieren und dazu predigen. zg

© Schwetzinger Zeitung, Donnerstag, 30.06.2016

       

 

Sänger für neue Projekte gesucht

Archivartikel10. März 2016

Nach dem Musical "Leben 4" startet der Jugendchor "Soy" der evangelischen Kantorei am morgigen Freitag mit neuen Projekten in die Probenphase. Der nächste Auftritt ist für die Konfirmation am Sonntag, 17. April, in der Stadtkirche geplant. Außerdem wird sich der Chor am Theatergottesdienst am 24. Juni im Lutherhaus beteiligen. Dazu stehen Gemeinschaftsprojekte auf dem Programm: das Kantoreifest am 24. April, die Jazz-Pop-Kantate "In einem Boot mit Jesus" am 3. Juli in der Stadtkirche und der Chorflash zum Stadtjubiläum am 1. Oktober. Ein neues, eigenes Musical ist ebenfalls in der Planung. Die Aufführung findet am 18. und 19. März 2017 im Lutherhaus statt.

Die Leitung des Chores hat Kirchenmusikdirektor und Bezirkskantor Detlev Helmer inne. Als Nachfolgerin für Cosima Grabs konnte die Schwetzinger Sängerin Astrid Bohm-Franz gewonnen werden, die sich am morgigen Freitag vorstellt. Sie wird parallel zu den Proben, die freitags von 17 bis 18 Uhr im Melanchthon-Haus stattfinden, Einzelstimmbildung anbieten. Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahre sind zum Mitsingen eingeladen. zg

© Schwetzinger Zeitung, Donnerstag, 10.03.2016

              

Ein Ende - und ein Lächeln . . .

Archivartikel 25. Februar 2016Autor: Markus Mertens (mer)

Ein unerwarteter Abschied, der dennoch mit einem Lächeln quittiert wurde (v.l.): Kantor Detlev Helmer, Pfarrer Thilo Müller, die Stimmbildnerin Cosima Grabs, Gemeindediakonin Daniela Unmüßig und Pfarrer Steffen Groß.

© Mertens


Für viele war es eine große Überraschung, aber eine, die trotz des bitteren Beigeschmacks mit einem Lächeln des Erfolgs quittiert wurde: Cosima Grabs wird die evangelische Gemeinde als Stimmbildnerin verlassen. Der große Applaus nach dem Jugendmusical "Leben hoch vier" war gerade verstummt, da konfrontierte Kantor Detlev Helmer das Publikum mit dieser Nachricht.

Nicht nur einigen Jugendlichen aus dem Chor standen da die Tränen in den Augen, nachdem sie ihrer Leiterin einen prallen Präsentkorb überreicht hatten. Die Präsentübergabe durch Steffen Groß, Thilo Müller und Daniela Unmüßig nach dem letzten Vorhang, die lobenden Worte Detlev Helmers, der sein "klares Bedauern" über diese Entscheidung äußerte und Grabs "außergewöhnlicher musikalischer Einsatz für Jugendliche, die sich stimmlich in einer sehr herausfordernden Phase" befänden - komplett glücklich wirkte das alles nicht.

Fakt ist, dass der dreijährige Vertrag, den die Gemeinde mit Cosima Grabs als Stimmbildnerin des Jugendchors geschlossen hatte, nun auslief, und eine Anschlussoption nicht zu beiderseitiger Zufriedenheit zu erzielen war. So recht wollten an diesem frühen Abend weder Detlev Helmer noch Cosima Grabs die Lage kommentieren. "Vielleicht hätte ich die Arbeit auch niedergelegt, wenn es nicht zu dieser Situation gekommen wäre - ich kann das heute nicht sagen", lässt Grabs im Gespräch mit unserer Zeitung die Frage offen, fügt aber auch hinzu, dass "neue Impulse dem Chor gerade gut tun" könnten.

"Die Stimme ist kein Klavier, bei dem man auf die Taste drückt, und es kommt ein schöner Ton heraus. Ein neuer Stimmbildner hat andere Ideen, kann neue Akzente setzen. Ich freue mich, dass ich drei Jahre mit dem Chor arbeiten konnte, und wünsche ihm alles Gute", so Grabs.

Während das Gemeindeteam nun über unterschiedliche Anschlussoptionen nachdenkt, wird Kantor Detlev Helmer den Chor interimsmäßig übernehmen, und von einer Lösung mit einem breiteren Team bis hin zu einer direkten Nachfolge alle Optionen in Betracht ziehen. Auch, wenn ihm klar sei, dass ein solcher Strukturwandel den Chor stark verändern könne, und manche Jugendliche aus Altersgründen auf der Schwelle zum Absprung seien, wolle er nach dem Prinzip des Songs "Getrost und unverzagt" in der Hoffnung vorangehen, dass es auch in Zukunft einen Jugendchor in der Gemeinde geben werde.

Dass der zukünftig jedenfalls nicht mehr unter den Fittichen von Cosima Grabs weilen wird, darf man - gerade nach dem Erfolg dieses Musicals - jedoch tatsächlich bedauern.

© Schwetzinger Zeitung, Donnerstag, 25.02.2016

                 

Wenn müdes Leben neue Kraft gewinnt

Archivartikel 23. Februar 2016 Autor: Markus Mertens (mer)

Der Jugendchor "SOY" (im Hintergrund sind so genannte Emoji-Smileys zu sehen, die Stimmungslagen ausdrücken) zeigt ein unter-haltsames Musical, in dem Lilo Life (Sabrina Schluchter, u. 2. v. l.) die Hauptrolle spielt. Das Publikum lauscht gebannt.

© Len

Bei all dem, was man vom Jugendchor der evangelischen Kantorei, "Sound Of Youth" - kurz "SOY", schon an Positivem gehört hatte: Die Leistung dieses Tages im Lutherhaus sprach für sich!

Es war die Idee der Gemeindediakonin Daniela Unmüßig gewesen, die im vergangenen Jahr anlässlich eines Jugendgottesdienstes die Überforderung Jugendlicher im Zeitalter digitaler Ansprüche und realer Verpflichtungen zum zentralen Thema gemacht hatte. Das damals vorgestellte Theaterstück "Leben" hatte das Gemeindeteam derart von sich eingenommen, dass es sich zum Stoff des nächsten Musicals "Leben4" weiterentwickeln sollte - um nun seine Präsentation zu erfahren. Cosima Grabs, die Stimmbildnerin des Chors, hatte dazu sämtliche Lieder selbst komponiert, einige Szenen hinzugefügt und drei intensive Wochen mit den 13 Jugendlichen geprobt (wir berichteten).

Und der Zusammenbruch kommt

Dass dabei weit über die klassische Jugendchorarbeit hinausgeht, was die begeisterten Zuschauer an diesem Tag wahrnehmen, steht außer Frage. Schon die dreigeteilte Bühne, die zwischen Freunden, der Familie und der Schule trennt, um allein die stimmungsgeladenen Emoji-Smileys über allem thronen zu lassen, ist ein Blickfang für sich. Denn obwohl die Einheiten als Lebensschichten getrennt zu sein scheinen, strömen die Anforderungen aller Menschen gebündelt auf die junge Lilo Life (Sabrina Schluchter) ein, die sich gegen diese, zunehmend als Attacke wahrgenommenen, Forderungen immer schwerer zu wehren weiß. Aber auch musikalisch-schauspielerisch imponiert die Leistung der Teenager durchweg. Zu den Schlagzeugwirbeln von Uwe Dittes und der Liedbegleitung von Cosima Grabs, die persönlich am Flügel sitzt, entstehen Songs, die Ohrwurm-Potenzial haben, und doch stimmlich auch ausgefüllt werden. Voran ist da natürlich Sabrina Schluchter zu nennen, die als Lilo mal strotzend-energisch, mal tieftraurig ihre aktuelle Situation in Töne kleidet.

Aber auch die beiden Engel Cherubin (Anna Keibs) und Seraphin (Juliane Trahan), die Lilo den rechten Weg weisen, strahlen in ihrer Rolle absolut prächtig. Um auf ernsthafte Rettung zu hoffen, muss Lilo jedoch erst richtig abstürzen - und diese Spirale ist so nachvollziehbar, wie sie bekannt ist: Egoistische Freunde, die fordern, aber wenig (preis)geben, Lehrer, die sich lieber in Schikane, denn im Unterrichten üben und dann auch noch Eltern, die lieber an einem herumkritteln, statt wichtige Aufbauarbeit zu leisten.

Und bitte nicht vergessen das digitale Ich auf Facebook, Twitter, Tinder, Flickr und WhatsApp zu pflegen, alle Bekannten stets auf dem neuesten Stand und bei der Stange zu halten. Da heißt es zu alten Mario-Bros.-Melodien irgendwann nicht mehr "Level Up", sondern "Game Over". Doch hat der Zusammenbruch diese eine wichtige Konsequenz. "Das ist dein Leben in zwei Jahren" zeigen die Engel Lilo in der Vorausschau - und malen das Bild einer blassen, depressiven jungen Frau, die Psychopharmaka benötigt, um die Welt zu ertragen.

Helmer: "Ich bin so stolz!"

Dafür, dass es so weit nicht kommt, sorgen die Engel dann sogleich. Denn in der mitgebrachten Klopf-Bibel verbergen sich nicht nur Josua und Maria, die Lilo erklären, wie man auch ein ganzes Volk leiten kann, wenn man nur an sich glaubt und den Heiligen Geist in sich spürt. Die Nachricht ist klar: Gott kann immer bei einem sein, wenn man sich mit der Bibel nur in seiner Nähe begibt.

Dass auch müdes Leben so wieder zu neuer Kraft finden kann, spürte das Publikum bei der Mitsing-Nummer "Du bist heilig in dir" schon unmissverständlich - dass das Musical jedoch nicht mit einem Paukenschlag, sondern mit der vorfreudigen Erkenntnis, sich auch nach begangenen Fehlern "Getrost und unverzagt" wieder zusammenraufen zu können, sein Ende findet, begeistert. Für sie sei es "ein Stück über das Neinsagen und die persönliche Rolle im eigenen Leben" geworden, hatte Cosima Grabs im Gespräch mit dieser Zeitung kurz vor der Aufführung noch erzählt, und hinzugefügt: "Das ist eben keine Oper von Strauss". Und der Kritiker fügt hinzu: Das ist auch gut so, denn so durfte jenes bewegende Jugendmusical entstehen, über das Kantor Detlev Helmer am Ende ganz zu Recht sagt: "Ich bin so stolz!"

© Schwetzinger Zeitung, Dienstag, 23.02.2016

 


Wenn das Leben einen erdrückt . . .

Archivartikel20. Februar 2016Autor: Stephanie Bach

Ann-Sophie Münch, Sophie Hopkins, Robin Scharfe, Sabrina Schluchter, Franziska Sauer, Anna Keibs und Juliane Trahan (v. l.) proben eifrig.

© Lenhardt


Wer dieser Tage am Lutherhaus vorbeispazierte, konnte vielleicht der Stimme des ein oder anderen Gesangstalents des Jugendchors "SOY" lauschen. Der Kantorei-Chor hat nämlich emsig das selbst geschriebene Musical "Leben4" von Stimmbildnerin Cosima Grabs geprobt. Am morgigen Sonntag, 17 Uhr, wird's im Lutherhaus aufgeführt.

13 Mitglieder des Jugendchores wirken in dem Stück mit und leihen verschiedenen Charakteren ihre einzigartigen Stimmen. Geprobt wird szenenweise in kleinen Gruppen und vor dem Auftritt üben dann alle zusammen. Ein paar wenige Textpatzer schleichen sich ab und zu noch ein, jedoch ist sich die motivierte Mentorin sicher, dass dies kein Problem bleiben wird. "Wir üben das alles, bis es sitzt - denn das Musical wird nur einmal aufgeführt", erzählt Grabs, die sich damit von ihrer Position als Jugendchorleiterin zurückziehen wird.

Bibel als Zufluchtsort

Vor jeder Übung stimmen sich die Zwölf- bis 18-Jährigen in verschiedenen Tonlangen ein. Die Idee für das Musical kam Cosima Grabs, als sie den Song "Vier Leben" der deutschen Band "Bosse" hörte, das unter anderem bei einem Theatergottesdienst von Daniela Unmüßig gespielt wurde. "Das Lied beschreibt einfach perfekt, wie das Leben manchmal sein kann und zugleich nicht sein sollte", verdeutlicht sie, "ich habe daraufhin eigene Songs und mit Daniela Unmüßig gemeinsam die Dialoge geschrieben".

Das 45-minütige Stück handelt von dem Mädchen Lilo, dargestellt von Sabrina Schluchter, dem irgendwann alles über den Kopf wächst. Ihre Freunde wollen Zeit mit ihr verbringen, die Mutter ermahnt sie, mehr im Haushalt zu erledigen, und die Schule stresst sie noch dazu. Dazu fordert die digitale Welt mit Schnellnachrichtendiensten wie WhatsApp die permanente Aufmerksamkeit. Der Druck, allem gerecht zu werden, erdrückt sie letztendlich - und sie bricht zusammen. Zwei Engel, gespielt von Anna Keibs und Juliane Trahan, merken zu spät, wie schlecht es Lilo geht. Sie versuchen, dennoch zu retten, was zu retten ist und zeigen ihr eine Klopfbibel. Diese sonderbare Bibel sendet demjenigen, der auf ihr klopft, einen der vielen Bibelgestalten zur Hilfe. Diese erzählen dann ihre Geschichte von schweren Zeiten und wie sie die Probleme meistern konnten.

"Wir möchten mit dem Musical rüberbringen, dass man Zuflucht und Geborgenheit in der Bibel finden kann", sagt Grabs. Die christlichen Lieder geben dies ebenfalls wieder und schließen jede Handlung mit einem guten Rat sowie aufmunternden Worten ab, die auch im Kopf hängen bleiben. Die Stimmen der jungen Sänger verleihen den Zuhörern dazu Gänsehaut und die lustig geschriebenen Dialoge sowie die erfrischende Gestaltung sorgen für amüsante Szenen, die genügend Stoff zum Lachen, aber auch zum Nachdenken bieten. In dem Stück erkennen sich dabei durchaus auch Erwachsene wieder. Ob Lilo eine Lösung gefunden hat und die Bibel ihr ein Wegweiser war, können die Besucher morgen im Lutherhaus erfahren.

© Schwetzinger Zeitung, Samstag, 20.02.2016

                


Zwischen vier Welten - wie der Alltag uns schafft

Archivartikel15. Februar 2016

"SOY", der Jugendchor der Evangelischen Kantorei, steckt zurzeit in intensiver Vorbereitung für sein neues Musical: "Leben4". Aufgeführt wird es am Sonntag, 21. Februar, 17 Uhr im Lutherhaus.

Lilo Life spürt, dass das Leben mit vielen Interessen, Kontakten und Verpflichtungen gar nicht so einfach zu bewältigen ist. Das Familien-, das Privat-, das Schul- und das Onlineleben im WhatsApp-Kontakt mit ihren Freundinnen halten sie ganz schön auf Trab. Und je größer die Interessen und Verpflichtungen werden, um so anstrengender wird es. Sie fühlt sich zwischen vier Welten hin- und hergezogen. Psyche und Körper leiden immer mehr darunter - bis sie zusammenklappt. Kann ihr geholfen werden? Schafft sie es, aus dem Kreislauf herauszukommen?

Ein Thema, das nicht nur Jugendliche kennen. Das Stück basiert auf einem Theaterstück, das Gemeindediakonin Daniela Unmüßig mit Jugendlichen im letzten Jahr für einen Jugendgottesdienst verfasst hat. Cosima Grabs, die Schwetzinger Sängerin und Stimmbildnerin des Chores, gestaltete das Stück zu einem Musicalstoff um und komponierte eingängige Songs dazu, die sie selbst am Klavier mit Unterstützung von Uwe Dittes am Schlagzeug begleitet. Es sind richtige Ohrwürmer darunter, aber auch dramatische Lieder. Seit rund zwei Wochen probt und arbeitet sie intensiv mit den 13 Mädchen und Jungen an der Umsetzung des Stückes. Die Hauptrolle spielt und singt Sabrina Schluchter, aber Cosima Grabs gab in ihrem Stück jeder Einzelnen eine Rolle.

Man darf auf diese Uraufführung gespannt sein - alle Beteiligten hoffen auf ein volles Lutherhaus. Das Stück dauert eine knappe Stunde. zg

© Schwetzinger Zeitung, Montag, 15.02.2016

   

     

2015

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"Machet die Tore weit"

Archivartikel15. Dezember 2015

Die Zuhörer in der Stadtkirche erleben ein wunderbares Konzert mit den Ensembles der Kantorei, darunter der Kirchenchor (großes Bild), die Junge Kantorei (u. l.), der Jugend-chor "SOY" (u. r. mit Detlev Helmer beim Dirigieren), einem Streichquartett sowie dem Flötenkreis von Rosemarie Haßler.

© Schwerdt

Die Kerzen im Eingang der evangelischen Stadtkirche sowie am Adventskranz und die kleinen Lichter in den Fensternischen verbreiteten eine warme Atmosphäre. Um 17 Uhr war die Kirche voll besetzt. Die Gäste waren gekommen, um das alle zwei Jahre stattfindende Advents- und Weihnachtslieder-Singen der Kantorei zu hören und sich mitnehmen zu lassen in die Lieder und Weisen der Erwartung und der Freude.

Im Kirchenschiff verteilt saßen vier Gruppen der Evangelischen Kantorei: die Junge Kantorei, der Jugendchor "SOY", der Kirchen- und der Gospelchor. Vor dem Chorraum hatten der neunköpfige Flötenkreis unter der Leitung von Rosemarie Haßler, ein Streichquartett unter der Leitung von Kathrin Lustig sowie Cosima Grabs, die Stimmbildnerin des Jugendchores, am Klavier Platz genommen.

Zuhörer werden mit einbezogen

Gleich beim ersten Lied "Machet die Tore weit" (nach Psalm 24) von Rolf Schweizer, dem ehemaligen Landeskantor der badischen Landeskirche, sangen und spielten alle im Wechsel vom Öffnen der Tore und Herzenstüren, von Hoffnung, Licht im Dunkeln, Heilung und Teilen. Dann traten nacheinander die Vokalgruppen auf: Die Junge Kantorei bot "Maria durch ein Dornwald ging" (mit solistischer Darbietung), "Es ist ein Ros' entsprungen" und "Freu dich, Erd und Sternenzelt" dar. Der Jugendchor "SOY" präsentierte drei wunderschöne Lieder aus dem Film "Die Kinder des Monsieur Mathieu", das leise "Hör in den Klang der Stille" und "Wieder naht der heil'ge Stern" von Lorenz Maierhofer. Der Kirchenchor begeisterte mit "Da wohnt ein Sehnen tief in uns", "O Bethlehem, du kleine Stadt" und "Als die Welt verloren" und der Gospelchor mit "This little light of mine", "Come into his presence" und "Lift up the name" (mit Robert Weiß als mitreißenden Solisten), "It's a birthday" und dem irischen "Lord of the dance". Das Publikum spendete stürmischen Applaus.

Dabei begleitete mal der Flötenkreis, mal das Streichquartett, und beide Ensembles trugen auch jeweils zwei eigene Stücke vor. Und immer wieder wurden die Zuhörer in das Singen einbezogen, entweder durch Liedstrophen, Liedzeilen und bei Kehrversen oder durch Mitklatschen bei den Gospelsongs.

Magnificat-Kanon aus Taizé

Eine Besonderheit waren die meditativen Texte, die jeweils ein Gruppenmitglied vor jedem Auftritt vorlas. Und als der Gesamtleiter der besinnlichen und frohen Musik, Bezirkskantor Detlev Helmer, abschließend das ganze Kirchenschiff zum achtstimmigen Singen des Magnificat-Kanons aus Taizé führte, zeigte der Beifall, dass die Auswahl und kurzweilige Darbietung wieder einmal begeistert hatten. dh

© Schwetzinger Zeitung, Dienstag, 15.12.2015

        


Terminkalender ist reich gefüllt

Archivartikel30. September 2015

Alle Hände voll zu tun hat die evangelische Kantorei in den nächsten Monaten. Da ist zunächst die Junge Kantorei. Dort wirken Mädchen und Jungen zwischen sechs und zwölf Jahren in Musicals mit. Treffpunkt ist immer freitags um 16 Uhr. Zurzeit studieren sie das Stück "Sag niemals nie zu Ninive" ein, das am Sonntag, 18. Oktober, 16 Uhr, in der evangelischen Stadtkirche aufgeführt wird. Am Tag zuvor in Wiesloch um 18 Uhr, ebenfalls in der evangelischen Stadtkirche. Jetzt geht es in die heiße Probenphase, es finden gemeinsame Proben in Schwetzingen und Wiesloch statt.

Anschließend, von 17 bis 18 Uhr, trifft sich der Jugendchor "Soy" zur Probe. Mit modernen Popsongs und neuen geistlichen Liedern beteiligt sich der Chor auch an Jugendgottesdiensten. Außerdem studieren die Jugendlichen derzeit ein neues, selbstkomponiertes Musical von Leiterin Cosima Grabs ein, das im Februar Premiere feiert. Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren sind herzlich zu den Proben willkommen.

Der Kirchenchor probt immer dienstags von 19 bis 20.15 Uhr. Gesungen werden alte und moderne geistliche Chormusik in ganz unterschiedlichen Stilen - von einfachen Liedern bis Motetten. Regelmäßig singt der Chor in Gottesdiensten und bei Gemeindefesten.

Das Vokalensemble probt im Anschluss - stets dienstags von 20.30 bis 22 Uhr. Momentan wird ein selten gespieltes Werk einstudiert: das Requiem c-Moll von Johann Michael Haydn, dem Bruder des berühmteren Joseph Haydn. Johann Michael wirkte über 40 Jahre in Salzburg. Seine Werke waren beliebt und wurden oft gespielt. Von diesem Requiem ließ sich auch Mozart inspirieren. Das Werk wird in Kooperation mit dem evangelischen Kirchenchor Oftersheim am Sonntag, 15. November, um 18 Uhr in der Stadtkirche aufgeführt.

Posaunenchor: von Barock bis Jazz

Der Posaunenchor Oftersheim-Schwetzingen trifft sich mittwochs zur Probe. Zu hören sind die Mitglieder unter anderem in Gottesdiensten. Am ersten Advent, 29. November, 17 Uhr, geben sie gemeinsam mit dem Schwetzinger Blechbläserensemble unter Leitung von Ralf Krumm ein Konzert in der Stadtkirche. Auf dem Programm stehen vier- bis zehnstimmige Werke von Barock bis Jazz. Und der Terminkalender im Advent und an Weihnachten ist auch schon reich gefüllt. Die Proben finden monatlich wechselnd im evangelischen Gemeindehaus Oftersheim und im Melanchthon-Haus von 20 bis 21.30 Uhr statt.

Der Gospelchor probt donnerstags von 19 bis 20.30 Uhr. Im nächsten Jahr feiert der Chor sein 20-jähriges Bestehen, geplant sind eine Chorfahrt nach Italien und ein Jubiläumskonzert. Der Flötenkreis kommt nach Absprache, in der Regel 14-tägig, jeweils montags, zusammen. Die Leitung hat Rosemarie Haßler übernommen.

Alle Gruppen treffen sich, wenn nicht anders angegeben, im Melanchthon-Haus in der Kurfürstenstraße 17. Die Leitung hat Bezirkskantor Detlev Helmer. Gemeinsam mit Kantorei-Sprecherin Annette Schulle-Dietrich gibt er Auskünfte unter Telefon 06202/20 49 05 und 27 04 36.

Interessenten und neue Mitglieder sind eingeladen - je nach Alter und musikalischer Ausrichtung - in den Gruppen mitzuwirken. zg

© Schwetzinger Zeitung, Mittwoch, 30.09.2015

                        


Ein Blick in die Seele der Jugend

Archivartikel21. Juli 2015Autor: Markus Mertens

Wirkte beim Theatergottesdienst im Lutherhaus unterstützend mit: der Jugendchor "SOY" unter der Leitung von Detlev Helmer (dirigierend) und Cosima Grabs. © Mertens

"Wie viele entgangene Nachrichten werdet ihr jetzt wohl auf dem Display haben?", fragt Gemeindediakonin Daniela Unmüßig im frühabendlichen Lutherhaus. 45 Minuten sind vergangen, der erste Theatergottesdienst hat sein Ende fast gefunden, und sie fügt hinzu: "Es werden wohl mehr als zwei sein."

Was Unmüßig damit meint, ist: Tagtäglich werden wir mit schier unmöglich zu erfüllenden Ansprüchen, Inhalten und eigenen Vorstellungen konfrontiert, digital und offline. Dabei stets die rechte Wahl des Wesentlichen zu treffen, ist alles andere als eine Kleinigkeit.

Und so sollte es keiner der gewöhnlichen Jugendgottesdienste sein, der sich dem Thema "Leben² - Viele Welten und ein Leben" widmete. Nein, dramatisiert sollte auf die Bühne finden, was Jugendlichen dieser Tage das Leben schwermacht. Den Stoff hatte sich die Diakonin schon in Studienzeiten ausgedacht, in Zusammenarbeit zwischen ehrenamtlichen Jugendlichen, dem Donnerstagstreff der evangelischen Gemeinde und dem Jugendchor "SOY" unter der Leitung von Cosima Grabs und Detlev Helmer nahm das Thema in zweieinhalb Monaten intensiver Arbeit Konturen an. Dabei erscheinen die Szenen, die über die Bühne wandern, so selbstverständlich, wie sie problematisch sind. Denn längst haben wir uns an die alltägliche Überforderung verschiedener Welten gewöhnt, die wir in unserem einen Leben vereinen müssen.

Dann sackt Lilo zusammen

In Schwetzingen finden sie in den vier Tafeln zueinander, die das selbst gebaute Bühnenbild hergeben: die Online-Welt, Familie, Schule und Freundeskreis. Es ist kein Geheimnis, aber jede dieser Sphären fordert ihre Aufmerksamkeit, und der ambitionierte Jugendliche will ja streng genommen auch auf allem Partys tanzen. Facebook, Twitter und WhatsApp benutzen, in der Schule beliebt und erfolgreich sein, bei Freunden als der Topzuhörer gelten und natürlich auch ganz souverän noch im Haushalt mithelfen. Doch die Realität sieht anders aus, zieht mit einer Ökonomisierung der Zeit die Handschellen fester, und produziert systematische Überforderung. "Die Verbindlichkeiten haben ganz klar zugenommen, aber die Jugendlichen wollen zeitgleich auch nichts verpassen", erklärt Daniela Unmüßig im Gespräch mit dieser Zeitung, und hat dabei den Zwiespalt, der auch in ihrer Arbeit mit der Jugend eine entscheidende Rolle spielt, gleichsam ins Wort gefasst.

Auch die junge Lilo, die im konzipierten Theaterstück die Hauptrolle spielt, entgeht dieser Überforderung nicht. Zimmer aufräumen, Freundinnen treffen, für den Deutschtest lernen, die letzten SMS beantworten. Den Ärger aushalten, wenn die Zeit einfach nicht da ist. Mit der Sorge umgehen, wichtige Menschen zu verlieren. Die Angst, sich mit der Zeit, die da ist, nicht für das Richtige zu entscheiden. Es sind all diese Lasten, die auch Lilo zusammenbrechen lassen. "Ich kann nicht mehr! Mir wird das alles zu viel!", bringt sie noch heraus, dann sackt sie kraftlos auf dem Boden zusammen.

"Als hätten wir vier Leben . . ."

Es ist aber mitnichten diese Ernüchterung, mit der die jungen Gottesdienstbesucher allein gelassen werden. Eine Leinwand fährt herunter, der Song "Vier Leben" von Bosse fliegt mit seinen Bildern über die Wand. Und da kommt die entscheidende, desillusionierende Textzeile: "Als hätten wir vier Leben, doch wir haben nur eins." Was so klar und eindeutig scheint - man muss es sich manchmal vielleicht einfach von Neuem vergegenwärtigen: Dass Reflexion und Auseinandersetzung über die Dinge, mit denen man das Leben verbringt, vielleicht viel wichtiger sind, als einfach nur gehetzt herumzurennen, und sich im Chaos zu verlieren. Im Theaterstück erscheint das Mittel zur Reflexion ganz deutlich. Es ist die Bibel, die als Tür fungiert, an die man immer klopfen kann, um zu einer Lösung zu gelangen, oder einfach auch einmal nur festgehalten zu werden, wie es der Jugendchor mutig heraussingt. Es wird wohl nicht immer ein freundliches Wesen aus dem Glaubensbuch herausspringen, wie das im Lutherhaus humorvoll mit aufwendig geschminkten Engelswesen geschieht, doch das Zeichen ist klar: Vom Psalm 73 bis hin zur Geschichte Josuas, der mit der Hilfe Gottes das ganze Volk Israel führte, gibt es überall im Glauben Geschichten und Menschen, die einen selbst in scheinbar ausweglosen Situationen nicht alleine lassen.

Mit dieser Wendung, aber auch der Tiefgründigkeit, mit der sie präsentiert wird, hat Daniela Unmüßig einen starken jungen Gottesdienst auf die Bühne gestellt, der der Jugend tief in die Seele blickt. So tief, dass Detlev Helmer und Cosima Grabs beschlossen haben, den Stoff noch stärker auszubauen, und ihn sich für das kommende Frühjahr als Musical zur Brust zu nehmen.

© Schwetzinger Zeitung, Dienstag, 21.07.2015

  


Mehr Luft für die "Linie 1"

Archivartikel26. März 2015Autor: Ute Bechtel-Wissenbach

Singen mit "Soy" - von links: Lisa Buchner, Franziska Sauer, Nicole Walz, Svantje Gebauer, Robin Scharfe, Leonie Swoboda, Bezirks- kantor Detlev Helmer, Ann-Sophie Münch und am Flügel Stimmbildnerin Cosima Grabs. © Bechtel-Wissenbach


Seit rund zwei Jahren sind sie ein Team: Die 15 jungen Menschen zwischen 14 und 17 Jahren, die sich in der Evangelischen Kantorei zum Jugendchor "Soy" (Songs of Youth) zusammengefunden haben. Sie singen Songs aus dem Pop- und Gospelrepertoire, treten bei Gemeinde- und Kantorei-Veranstaltungen auf und proben vor allem für das Highlight der Saison - ein Musical, das auf der großen Bühne des Lutherhauses zur Aufführung kommt.

Den Chor hat Bezirkskantor Detlev Helmer 2013 ins Leben gerufen. Seit 1983 bringt er sich in der Schwetzinger Jugendarbeit ein und führt mit der Jungen Kantorei regelmäßig Stücke auf. "Es stellte sich heraus, dass unsere Sänger ab etwa 13 Jahren meistens keine Lust mehr auf den Kinderchor haben", berichtet Detlev Helmer. "Es tut sich eine riesige Lücke auf, bis sie - wenn überhaupt - in einen Erwachsenenchor eintreten." Um diese Zeit zu überbrücken und die Begeisterung für Musik aufrechtzuerhalten, gibt es nun den Jugendchor mit ganz unterschiedlichen, meist aber modernen flotten Kompositionen.

Freitags ist "Jour fixe"

So ist freitags, außer in den Schulferien, "Jour fixe" im Melanchthon-Haus für "Soy". Um 17 Uhr sind Detlev Helmer und Stimmbildnerin Cosima Grabs vor Ort. Die gebürtige Mannheimerin, die an der Universität Wien eine Ausbildung im Operngesang absolvierte, verschiedene Kinderchöre in der Region leitet und inzwischen mit ihrer Familie in Schwetzingen wohnt, ist verantwortlich für die Stimmbildung der jungen Chorsänger.

Einige ihrer Eleven sind der Musik schon durch den Kinderchor der Kantorei verbunden oder spielen ein Instrument. Aber "das sind keine Bedingungen, mitzumachen", versichert Detlev Helmer. Und Cosima Grabs ergänzt: "Mit den Laien machen wir wie mit allen anderen ganz gezielt Stimmbildung, einzeln und in der kleinen Gruppe. Wichtig sind Neugierde und Freude an der Musik, die man für ,Soy' mitbringen sollte."

"Mehr Luft"

Die positive Wirkung des Trainings beschreibt Chorsängerin Franziska Sauer: "Man hat mehr Luft." Leonie Swoboda präzisiert: "Die Stimmbildung ist gut für das Singen und Sprechen vor einer Gruppe wie zum Beispiel in der Schule bei Präsentationen."

Sicheres freies Sprechen vor Publikum ist außerdem hilfreich für alle, die eine größere Rolle im neuen Stück anstreben. Robin Scharfe ist vor allem wegen des Musicals zu "Soy" gekommen. "Ich finde das 'Sams' der Jungen Kantorei toll und wollte hier unbedingt mitmachen."

Was Sänger und Chorleiter einhellig feststellen, ist die gute Stimmung und der Teamgeist im Chor. Die Truppe ist im Lauf der vergangenen zwei Jahre zusammengewachsen, obgleich man sich nur einmal pro Woche zu den Proben trifft. In den beiden Wochen vor der Aufführung geht es allerdings sehr intensiv zur Sache. Da ist Verlässlichkeit unabdingbar, denn das Musical hat vor allen anderen Verpflichtungen - vom Tanzkurs über Gitarrenstunde und Basketball bis Tischtennis und Familienfesten - erste Priorität.

Nach dem Erfolg des ersten Streiches "Pietro Pizzi", für das Cosima Grabs die Lieder komponierte und das man vor kurzem ein zweites Mal aufführte, steht nun "Linie 1" auf dem Plan. Im Musical des Berliner Grips-Theaters aus dem Jahr 1986 geht es um ein Mädchen aus der Provinz, das nach Berlin reist, um dort ihren Freund zu suchen. Die Fahrt mit der U-Bahn-Linie 1 führt sie quer durch die unterschiedlichen Bezirke des Westteils und lässt sie ebenso unterschiedliche Typen treffen.

© Schwetzinger Zeitung, Donnerstag, 26.03.2015

      


Pietro Pizzi - eine vielseitige Verführung

Archivartikel12. März 2015

Anna Keibs und Svante Gebauer spielen "Margarita" und "Pietro".

© Kantorei


Der Jugendchor SOY (Sound Of Youth) der evangelischen Kantorei führt am Sonntag, 15. März, um 18 Uhr im Lutherhaus noch einmal das Theater-Musical "Pietro Pizzi" auf.

In dem prämierten Theaterstück von Flo Staffelmeyer verlässt der jugendliche Pietro sein Elternhaus, um die Welt kennenzulernen. Nach der Begegnung mit ganz unterschiedlichen Charakteren lernt er Guguruzzo kennen, den Anführer einer Sekte. Angesichts des drohenden Weltuntergangs verspricht dieser ihm das bessere (Über-)Leben in seiner Gemeinschaft, deren Mitglieder er alle schockgefroren in seiner Tiefkühltruhe hält.

Noch ist Pietro nicht überzeugt. Kann er Guguruzzo trauen? Doch die Lehren und Gebote von Guguruzzo machen ihn neugierig, zumal er in dieser Gemeinschaft das Mädchen Margarita trifft und sich die beiden ineinander verlieben. Damit verstößt er aber nun gegen die Regeln des Gurus. Pietro erkennt, dass die Gleichmacherei unmenschlich ist und versucht, mit Margarita zu fliehen. Doch Guguruzzo kann das nicht zulassen, und nur Pietro kann entkommen. Welchen Weg wird er nun gehen?

Flo Staffelmeyer verpackt dieses ernste Thema in eine wortwitzige Sprache, die durch Wortverdrehungen ständig kulinarische Bezüge erzeugt. Zusätzlich lässt er immer wieder Anspielungen auf Politik, Religionen und andere allgemeine Themen einfließen.

Die beiden Leiter des Chores, Cosima Grabs und Detlev Helmer, schufen dazu Musikeinlagen mit Anspielungen auf Oper, Pop, Musical und Rap, und Petra Disch erstellte am PC Collagen, die das Geschehen und die Wortspiele auf künstlerische Art visualisieren. zg

© Schwetzinger Zeitung, Donnerstag, 12.03.2015

                    


Muntere Planetenreise im All

Archivartikel20. Februar 2015Autor: Saskia Grössl

Engagiert und mit sichtlichem Spaß agierten die Schüler der Schillerschule bei der Aufführung des Musicals "Leben im All".

© Prosswitz




Unsere neun Planeten, die Sonne und eine Horde frecher Sternschnuppen: Die Musical-AG der Schillerschule Neckarau entführte mit dem Stück "Leben im All" in den Weltraum und präsentierte sich damit zum ersten Mal auf der Bühne.

"Die Musical-AG hat sich aus der Chor-AG formiert. Schüler der Klassen zwei bis vier machen mit", erklärt Schulleiter Stefan Bolay: "Leben im All, ein spannendes Thema, da lernen wir alle bestimmt viel Neues." Und dafür machte Gesine Mertens als Oma mit ihrer "Enkelin" Pia Rühle und allen Zuschauern eine Zeitreise in ein Weltall, das so sicher niemand kannte.

"Wie kommen die Sterne an den Himmel?", fragte Pia Rühle. Früher, so erklärt es die Oma ihrer Enkelin, flogen die Planeten und viele Sternschnuppen wild umher und nahmen sich dabei vor allem vor dem Schwarzen Loch (Aurelio Cutruneo) in acht. Mit viel Begeisterung und auch einer Menge Talent trugen die Kinder die einzelnen Lieder des Musicals vor, im Chor mit vielen kleinen Sternen oder solo.

Mars wird vor Wut rot

So kündigte Aurelio Cutruneo als Schwarzes Loch an: "Ich werd' mir eine Schnuppe schnappen", und Komet XXL wurde nicht müde zu beteuern: "Ich bin wirklich rasend schnell". Mars (Bjarne Turß) beklagte sich über seine Wut, die ihn ganz rot werden ließ. Der Stern Opa Galaxos (Sebastian Kühn) schenkte, bevor er verlosch, allen Planeten etwas. Michelle Marconi als Sonne durfte sich mit einem Eis erfrischen, das ihre Hitze aber nur geringfügig erträglicher machen konnte.

Saturn Superstar (Laif Geist) kam zu seinem Ring und die Erde (Saleda Tabib) zu ihrem kleinen Mond. Für Rebecca Beckowies als Pluto hatte Opa Galaxos ein besonderes Geschenk: eine Kristallkugel, die die Zukunft zeigt. Nachdem diese mit Hilfe der Venus (Clara Andelfinger) aus den Klauen des Schwarzen Lochs befreit werden konnte, schauten die Planeten hinein. "Ich sehe, dass wir um die Sonne kreisen und auf der Erde winzige Wesen leben", rief Pluto und schlug vor, für die Menschen zur Aufmunterung Sternbilder an den Himmel zu malen.

"Leben im All ist ganz unser Fall", verabschiedeten sich die Sänger von ihrem Publikum, auf das dieser Satz nach dieser engagierten Vorführung sicher auch zutraf. So kann Cosima Grabs, die das Stück mit den Kindern eingeübt hat, auf lohnende anderthalb Jahre Arbeit zurückschauen. "Ihr habt das spitze gemacht und es ist toll, miterleben zu dürften, dass ihr euch nicht nur im Unterricht engagiert, sondern auch in der Musical-AG", lobte Stefan Bolay.

Für das Bühnenbild hatten Schüler der Werkrealschule technisch Hand angelegt und zeigten so, was die Schule gemeinsam erfolgreich auf die Beine stellen kann. Auch ihnen galt der Beifall.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 20.02.2015

            

2014

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Gottesdienst mit besonderer Musik

Archivartikel07. November 2014

In der evangelischen Stadtkirche findet am Sonntag, 9. November, um 9.30 Uhr ein kirchenmusikalischer Gottesdienst statt. Aufgeführt wird die "missa in simplicitate" von Jean Langlais. Deren Teile (Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Agnus Dei) werden in die übliche Liturgie und Abendmahlsfeier aufgenommen. Als Solistin wirkt Cosima Grabs mit, Bezirkskantor Detlev Helmer spielt die Orgel. In seiner Themenansprache wird Pfarrer Thomas Müller anlässlich dieses Gedenktages auch auf den 9. November 1989 (25 Jahre Mauerfall) eingehen. Im Melanchthon-Haus gestaltet an diesem Sonntag Pfarrer Thilo Müller einen Gottesdienst mit Predigt und Liturgie zum drittletzten Sonntag im Kirchenjahr. zg

© Schwetzinger Zeitung, Freitag, 07.11.2014

                  

Auf den Friedhöfen brennen Lichter der Erinnerung

Archivartikel31. Oktober 2014

Die Heiligen und Seligen - also Menschen, die zu Lebzeiten so gelebt und gehandelt haben, "wie es Gott gefällt und den Menschen dient", stehen am Wochenende bei den Katholiken im Mittelpunkt.

Daher werden auch die Gottesdienste zu Allerheiligen und Allerseelen im Katholischen Stadtdekanat vielerorts musikalisch ausgestaltet: Zu Allerheiligen, 1. November, begleiten die Männer des Chors der Jesuitenkirche dort die Messe um 10 Uhr mit einem Gregorianischen Introitus. Um 18 Uhr wird in St. Bruder Klaus, Edingen, die "Deutsche Messe" von Franz Schubert erklingen.

Zu Allerseelen, 2. November, ist die "Messe basse" von Gabriel Fauré, gesungen von der Solistin Cosima Grabs und dem Projektchor "Voix de femmes", um 9.30 Uhr zur Eucharistiefeier in der Jesuitenkirche zu hören und um 19 Uhr wird der Junge Chor Heilig Geist unter der Leitung von Bezirkskantor Alexander Niehues die abendliche Messe in der Heilig-Geist-Kirche (Roonstraße) mit dem "Requiem of Hope" von Colin Mawby bereichern. Am Tag nach Allerheiligen feiert die katholische Kirche Allerseelen, an dem liebe Erinnerungen an Verstorbene geweckt werden sollen. Weil aber Allerheiligen gesetzlicher Feiertag ist und die Menschen arbeitsfrei haben, hat sich der Brauch, auf die Friedhöfe zu gehen und dort "Lichter der Erinnerung" anzuzünden, auf Allerheiligen verlagert. Auch werden die Gräber vorher gepflegt zum Zeichen, dass die hier Bestatteten in der Erinnerung fortleben. "In dieser herbstlichen Jahreszeit sind immergrüne Zweige und frische Blumen auf den Gräbern Sinnbild, dass das Leben mit dem Tod in dieser Welt nicht vorbei ist", erläutert Stadtdekan Karl Jung. "So sind Allerheiligen und Allerseelen Kirchenfeste des Gedenkens mit hoffnungsvollem Blick auf die Auferstehung . red

© Mannheimer Morgen, Freitag, 31.10.2014

       


Vielseitiger Ort im Zeichen des Glaubens

Archivartikel06. Oktober 2014Autor: Volker Widdrat

Pfarrer Thilo Müller (o. l.) freute sich über ein volles Haus beim Festgottesdienst. Prälat Dr. Traugott Schächtele (l.) hielt die Fest-ansprache. Detlev Helmer (u. M., Posaunenchor, daneben der Kirchenchor) sorgte für passende Musik. © Lenhardt


"Das Melanchthon-Haus gefällt mir immer sehr gut", meinte Luca Rößler gestern nach dem Festgottesdienst zum 50-jährigen Jubiläum des Gemeindezentrums und der Kindertagesstätte. Der 13-Jährige muss es schließlich wissen, er wird nächstes Frühjahr dort konfirmiert. Der Konfirmandenunterricht findet, wenn es warm ist, auch schon mal im Freien statt. Das findet Luca ebenfalls toll.

Pfarrer Thilo Müller, der gemeinsam mit seinen Vorgängern Werner Schellenberg und Hans-Joachim Zobel sowie Prälat Dr. Traugott Schächtele und den Kirchengemeinderätinnen Sibylle Wegner und Kathrin Quast in den Gottesdienstraum einzog, hieß zum gestrigen Erntedankfest eine überaus große Gemeinde willkommen.

Das Melanchthon-Haus sei eine Stätte mit einladendem, offenem und freundlichem Charakter, zu Diskussionen anregend und Gemeinschaften pflegend, in der unzählige Kinder Fürsorge und Begleitung auf ihrem Weg erhalten hätten. Es sei vielen Menschen zur geistlichen Heimat geworden.

"Lobe den Herrn, meine Seele" brachte der Kirchenchor mit Bezirkskantor Detlev Helmer an der Orgel zu Beginn. Den Psalm "Gottes Lob aus der Schöpfung" sprach die Gemeinde im Wechsel. Der Jugendchor "SOY" unter der Leitung von Cosima Grabs bekam für das Lied "Heaven is a wonderful place" viel Applaus.

Dekan i.R. Werner Schellenberg, von 1976 bis 1999 Pfarrer der Melanchthon-Gemeinde, erzählte aus Anlass von Erntedank aus dem Lukas-Kapitel 12 die Geschichte vom reichen Kornbauern, dem es so geht, dass er sich zwar "Schätze sammelt", aber "nicht reich ist in Gott". Beim nächsten Lied unterstützte der Posaunenchor die Gemeinde, die, eingerahmt von den Chören, viel zur gesanglichen Gestaltung des Gottesdienstes betragen durfte.

Nach dem Glaubensbekenntnis, das Dekan Hans-Joachim Zobel, von 2000 bis 2007 Pfarrer in der Melanchthon-Gemeinde, zusammen mit den Gottesdienstbesuchern sprach, intonierte der Gospelchor das Lied "Come into his presence".

Reformator des zweiten Blicks

Die Festpredigt hielt Prälat Dr. Traugott Schächtele. "Wer in die Kirche kommt, kommt nach Hause", deshalb sei das Melanchthon-Haus wie für eine Familienfeier gemacht. Der in Bretten geborene Melanchthon, "Reformator des zweiten Blicks", so Schächtele, werde zu Unrecht oft "in die zweite Reihe abgeschoben". Dabei sei er neben Martin Luther eine treibende Kraft der Reformation gewesen. Bei den Worten aus dem Brief an die Hebräer gehe es gerade zu Erntedank nicht nur um die Früchte des Feldes, sondern auch um die Frucht der Lippen, "die den Namen des Herrn bekennen, Gutes zu tun und mit andern zu teilen". Wenn beispielsweise die EU verfüge, dass Lebensmittel gleich nach ihrer Produktion kompostiert werden, um die Preise zu halten, sei das eine "Perversion von Erntedank", kritisierte Schächtele in dem "Geburtstagsbrief der besonderen Art". Das wahre Opfer des Lebens bestehe darin, "mit anderen zu teilen". Längst müsste allerdings "anderes geteilt werden", so der Prälat weiter, etwa vorhandener Wohnraum oder die Isolierstationen für Ebola-Kranke.

"Danke für alles, was in diesem Haus zum Brot des Lebens geworden ist", sagte Pfarrer Thilo Müller im Gebet. Detlev Helmer erklärte den Gospel-Song nach dem Prinzip "Call-and-Response". Das Stück "It's me, it's me, oh Lord" klang dann auch fast wie in einer amerikanischen Kirche, bei dem alle Gottesdienstteilnehmer mitwirken. Nach dem Vaterunser und dem Lied "Sing it all together" des Jugendchors "SOY" kam noch der Kanon "O Senhor eo meu pastor", den alle Chorgruppen der Kantorei bei Gitarrenbegleitung gemeinsam mit der Gemeinde zu Gehör brachten.

Empfang zum Jubiläum

Prälat Schächtele erteilte den Segen Gottes "für die nächsten 50 Jahre". Die Kollekte ging für die Hungernden in der Welt. Das "Rock it" des Posaunenchors leitete zum Sektempfang mit Imbiss im Foyer über.

Dort konnten die Gäste die reich bebilderte Festschrift zum 50-jährigen Bestehen des Melanchthon-Gemeindezentrums bestaunen und käuflich erwerben. Die Festschrift verdeutlichte, dass das Gebäude in der Kurfürstenstraße 17 Arbeits- und Begegnungsstätte sowie Kirche und Raum für Obdachlosenfrühstück zugleich ist und in dem gottesdienstliche Feiern sowie diakonische und gemeindliche Arbeit seit langem Hand in Hand gehen.

© Schwetzinger Zeitung, Montag, 06.10.2014

                   


Kantoreifest und Konzert mit Uraufführung

Archivartikel16. Mai 2014

Die Evangelische Kantorei lädt am Sonntag, 18. Mai, ab 11 Uhr zum Fest in das Melanchthon-Haus ein. Es beginnt mit einem musikalischen Gottesdienst statt, bei dem der Kirchen-, Gospel-, Posaunen- und der Jugendchor "Soy" unter der Leitung von Bezirkskantor Detlev Helmer und Cosima Grabs mitwirken. Mitglieder des Vokalensembles singen ebenfalls mit. Liturg ist Pfarrer Thilo Müller.

Nach einem Mittagessen - bei schönem Wetter unter freiem Himmel - gibt es ein einstündiges Programm mit Musikbeiträgen der Kantoreigruppen und Ehrungen verdienter Mitglieder. Zum Abschluss des Kantoreifestes werden die Besucher es um 14.30 Uhr mit Kaffee und Kuchen verköstigt.

Freier Eintritt

Abends findet um 19 Uhr in der Stadtkirche ein Konzert mit Bettina Horsch (Sopran), Timo Jouko Herrmann (Violine) und Detlev Helmer (Orgel) statt. Dabei kommt es auch zu einer Uraufführung einer Solo-Kantate von Timo Jouko Herrmann, der dieses Werk für diesen Anlass komponierte.

Auf dem Programm stehen Werke von Telemann, Graun, Hanff, Becker, Dvorák, Rheinberger und Bach (zum 300. Geburtstag). Höhepunkt wird dabei die Uraufführung der Kantate "Worte aus Erdreich und Himmel" von Timo J. Herrmann nach einem Text von Xristos Kremniotis (2014) sein.

Der Eintritt ist frei, am Ausgang wird um eine Spende gebeten. zg

© Schwetzinger Zeitung, Freitag, 16.05.2014

       


Pizza-Story belegt mit viel Wortwitz

Archivartikel25. März 2014Autor: Maria Herlo

Pietro Pizzi und Guguruzzo (Mitte) bei einer Art Tribunal der Sekte, als deren Mitglieder die Erzählerinnen agieren. Mit den Schildern stimmen sie etwa gegen Kleinfamilien-packungen - v. l.: Franziska Sauer, Anna-Katharina Klein, Leonie Svoboda, Svante Gebauer, Christof Birkel, Rebecca Epp, Theresa Bertrand und Nicole Walz. © Schwerdt

"Pietro ist eine Pizza und Pietro hat Sehnsucht nach einer besseren Welt, eine Welt, in der Arti noch wirklich schocken kann, in der nicht alle Muscheln mies sind und man nicht gleich zum Hautarzt muss, nur weil man Pilze unterm Käse hat ..." - So führen die Erzählerinnen Franziska Sauer, Nicole Walz, Leonie Svoboda, Anna-Katharina Klein, Rebecca Epp, Theresa Bertrand und Lisa Bruckner die Zuschauer im voll besetzten Lutherhaus in das Stück "Pietro Pizzi" von Flo Staffelmayr ein, das Cosima Grabs und Detlev Helmer als Musical aufbereitet haben. Das Ergebnis bot bei der Uraufführung am Sonntagabend allen vergnügliche neunzig Minuten, den Jugendlichen des Chores "Soy" einen lustvollen Einstieg in die Welt der Gesang- und Sprachexperimente und den Erwachsenen in die Faszination einer jugendspezifischen Sprachwerkstatt.

Bei "Mama" wird mitgesummt

Die einzelnen Szenen boten den Mitwirkenden im Alter zwischen 13 und 19 Jahren Gelegenheit, ihr hinreißendes komödiantisches und gesangliches Können unter Beweis zu stellen. Da ist in erster Reihe Svante Gebauer (14) als Pietro, der wie geschaffen ist für diese Rolle. Als schüchterne, jedoch im entscheidenden Moment so mutige Pizza begibt sich Pietro auf die Suche nach einem bedeutsameren Leben. Dafür verlässt er die Speisekarte und die beste Pizza der Stadt: seine Mama. Als Gebauer zu Heintjes Ohrwurm "Mama" ansetzt, summen verstohlen auch die Erwachsenen im Saal mit, so schön singt er. Der Mama jedoch, eindrucksvoll gemimt von Desiderata Busi, ist nach Weinen zumute, macht sich doch ihr Sohn auf, weg von ihr in die weite Welt zu ziehen.

Dort erwarten ihn unerwartete Abenteuer. Schnell macht er die "Pikantschaft" mit "Guguruzzo", gespielt von Christof Birkel (14). Dieser findet in der Rolle des Guru mit überraschender Reife die Balance zwischen Ernst und Komik. Dabei fehlen auch die fetzigen Musicalsongs nicht, die sowohl die Pizzaschnitte (ausgesprochen natürlich Sarah Romberg) als auch die anderen Darsteller unglaublich authentisch wiedergeben. Das Publikum spendet immer wieder begeisterten Applaus.

Guguruzzo verspricht Pietro ewiges Leben in der Tiefkühltruhe. Dort wohnen schon einige seiner Anhänger, und "Pietro wird mitgenommen, sieht dabei aber etwas mitgenommen aus". Als Freund wird ihm Giuseppe Amici, von Robin Scharfe (13) überzeugend "frostig" dargestellt, zugeteilt. Und im Song "Man nennt mich hier Amici" stellt er sich vor: Er soll Pietro einführen, ihm das korrekte Verhalten beibringen, ihn manipulieren und bewachen, "was Freunde halt so machen".

In der Kälte der Tiefkühltruhe entflammt seine Liebe ("Ach, ich glaube, unsere Soßen haben sich vermischt") zu Margarita, die frech und voller Fantasie von Anna Keibs verkörpert wird. Als Zeichen seiner Liebe schenkt Pietro ihr einen Zwiebelring, der ihnen bald schon zum Verhängnis wird. Allmählich fühlt sich Pietro in der Tiefkühltruhe wie in einem Käfig, aus dem er ausbrechen will zusammen mit Margarita. In einer Talkshow mit Klatscharina Tratschoria (wunderbar autoritär und komisch zugleich: Ann-Sophie Wörn) verrät Pietro mutig Guguruzzos sektiererische Absichten.

Applaus und was für den Appetit

In dieser spritzigen, zuweilen schrägen und vor allem hochkarätigen Inszenierung blickt das Publikum in ein von Schwarz beherrschtes Bühnenbild, wo an ausgesuchten Stellen Leinwandprojektionen (Petra Disch) in Form von Comics und lustigen Fotocollagen eingebaut wurden. Diese wie auch die Musikuntermalung (live am Klavier Cosima Grabs, Schlagzeug Uwe Dittes, Posaune Manfred Walz) verleihen der Aufführung Leichtigkeit und Unterhaltungswert. Jedoch auch zeitkritische Fragen werden aufgeworfen, wie Detlev Helmer in seiner Einführung betonte.

Wenn am Ende die Liebe über die soziale Kälte einer Tiefkühltruhe triumphiert, so ist das mehr als ein Happy End. Es ist ein Plädoyer für das Individuum und gegen ein sektiererisches Kollektiv, das in der Regie Helmers und Grabs mit Fantasie und wunderbarer, meist selbst komponierter Musik geführt wird.

Beim Schlusslied "Ente gut, alles gut" stimmten nicht nur alle Mitwirkenden ein, sondern auch das Publikum, das nicht mehr aufhörte, Beifall zu spenden.

Unter einem bunten Konfettiregen aus Partykanonen wurden anschließend alle eingeladen, gegen eine Spende Pizzaschnitte zu kosten, die der Inhaber von Pizza No. 1 frisch aus dem Ofen mitgebracht hat. So schön und geschmackvoll kann eine Theateraufführung sein!

© Schwetzinger Zeitung, Dienstag, 25.03.2014

                         

"Pietro Pizzi" entdeckt die Welt

Archivartikel22. März 2014

Der Jugendchor "Soy" der evangelischen Kantorei führt morgen sein erstes Theater-Musical um 18 Uhr im Lutherhaus auf.

"Pietro Pizzi", so der Titel des Stückes, ist eine Pizza, die ihre vertraute Heimat verlässt und die Welt kennenlernen möchte. Dabei trifft Pietro auf unterschiedliche Personen und gerät in die Fänge einer Sekte. Können ihm seine neuen Freunde Amici und Margarita helfen, dieser Sekte zu entkommen?

Mit enormen Wortwitz und vielen Anspielungen auf Ereignisse in Politik, Religion, Gesellschaft und Essen entwarf der Autor Flo Staffelmayr mit diesem preisgekrönten Theaterstück eine Geschichte über die Lebens- und Sinnsuche eines Jugendlichen, der mit den Verführungen in der Welt konfrontiert wird. Cosima Grabs und Detlev Helmer, die Leiter von "Soy", haben dazu die Musik verfasst und das Stück mit den Jugendlichen einstudiert. Petra Disch entwarf dazu witzige Bühnenbilder.

Der Eintritt ist frei, am Ausgang wird um eine Spende zur Kostendeckung gebeten. zg

© Schwetzinger Zeitung, Samstag, 22.03.2014

             


Suche nach dem eigenen Platz in der Welt

Archivartikel18. März 2014

Begegneten "Pietro Pizzi" anfangs mit Skepsis, wachsen aber mit jeder Probe mehr in ihre Rolle hinein: die jungen Sänger des Jugendchors "SOY", die am Sonntag zur Aufführung einladen.

© Widdrat


Pietro ist eine Pizza und Pietro hat Sehnsucht nach einer besseren Welt. Einer Welt, in der alle pro Sciutto sind und nicht nur ein paar Aktivisten. Einer Welt, in der nicht alle Muscheln mies sind. Einer Welt, in der Oliven nicht gekapert werden. Einer Welt in der Claudia Cardinale auch Päpstin werden kann. Doch mit diesen Anschauungen hat Pietro Pizzi in der Pizzeria seiner Eltern nicht sehr viele Freunde. Und deshalb verlässt Pietro eines Tages die Speisekarte, in der er gewohnt hat. Er verlässt die vielleicht beste Pizza der Stadt: seine Mama.

Hinaus in die weite Welt

Alles ist so neu für Pietro. Alles ist so aufregend. Schnell macht er eine neue Pikantschaft nach der anderen. Pietro ist auf der Suche. Und so kommt es, dass Pietro Guguruzzo trifft. Guguruzzo, der sich selbst als charismatische Führungspersönlichkeit bezeichnet, verspricht Pietro das ewige Leben und lädt ihn in seine Tiefkühltruhe ein. Dort hat Guguruzzo bereits einige Anhänger um sich sammeln können. Schon bald fühlt sich Pietro als vollkorniges Mitglied der Gruppe. Gemeinsam reiben sie Käse, zupfen sie Spinat, rupfen sie Pollo, schnitzen sie Zucchini, mit dem Ziel, die perfekte Pizza zu schaffen. Es entstehen frostige Freundschaften und eine entflammte Liebe mit Margarita. Nur Tomaten und Käse.

Womit die Probleme auch schon beginnen. Pietro und Margarita versuchen die Tiefkühltruhe zu verlassen, doch Guguruzzos Tratoristen stürzen sich auf sie. Es beginnt ein unerbitterter Kampf. Eine abenteuerliche Flucht.

Der Autor von "Pietro Pizzi", Flo Staffelmayr, wurde in Straßburg geboren und wuchs in Frankreich, Marokko und Österreich auf. Seit 2009 ist er als Dramatiker tätig, 2010 war er Teilnehmer an der der Schreibklasse am Schauspielhaus Wien. Das 2012 uraufgeführte Stück "Pietro Pizzi" gewann den sogenannten "Jungwild"-Förderpreis für junges Theater. Mit unglaublich viel Wortwitz und Anspielungen auf Ereignisse in Politik, Religion, Gesellschaft und Essen entwirft Staffelmayr die Lebens- und Sinnsuche eines Jugendlichen, der mit den Verführungen in der Welt konfrontiert wird. Und dieses Stück gibt es am Sonntag, 23. März, 18 Uhr, im Lutherhaus zu sehen.

Denn Cosima Grabs und Bezirkskantor Detlev Helmer, die Leiter des Jugendchores "SOY" der evangelischen Kantorei, haben das Stück inszeniert und dazu Lieder in verschiedenen Stilen komponiert: als Rap, mit Zitaten aus Opern- und Pop-Songs, als Musical oder als Opern-Rezitativ. Petra Disch hat dazu Bühnenbilder am Computer entworfen, die via Beamer auf eine Leinwand projiziert werden. Uwe Dittes wird an Percussion-Instrumenten die Stimmung unterstützen.

Hineinwachsen in die Rolle

Die Jugendlichen, die teilweise dem Stück anfangs mit Skepsis begegneten, wachsen Probe für Probe mehr in ihre Rollen hinein und entdecken ihr sprachliches, schauspielerisches und sängerisches Talent. In den Hauptrollen fungieren Svante Gebauer, Robin Scharfe, Christoph Birkel und Anna Keibs. In Nebenrollen treten Desiderata Busi, Sarah Romber und Ann-Sophie Wörn auf. Die Erzähler-Rolle teilen sich Theresa Bertrand, Rebecca Epp, Anna-Katharina Klein, Franziska Sauer, Leonie Svoboda und Nicole Walz. Weiterhin wirken Lisa Bruckner und Sophie Hopkins mit. zg

© Schwetzinger Zeitung, Dienstag, 18.03.2014

   

So wird einer Pizza Leben eingehaucht

Archivartikel14. Februar 2014Autor: Volker Widdrat

Bezirkskantor Detlev Helmer leitet den Jugendchor "Soy" und studiert mit den Mädchen und Jungen derzeit das Theatermusical "Pietro Pizzi" ein. © Widdrat


"Ganz gemütlich", ruft Cosima Grabs, während sie gleichzeitig die Tasten des Klaviers bedient: "Wir singen erst einmal gemeinsam nur die Oberstimme". Die 15 Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 19 Jahren sind gleich gut zu hören.

Es ist Freitagabend, 17 Uhr. Der Jugendchor "Soy" der evangelischen Kantorei probt im Melanchthonhaus für ein Theatermusical, das in ein paar Wochen aufgeführt werden soll. Cosima Grabs ist Stimmbildnerin.

Profis bei der Ausbildung

Die Mannheimerin studierte an der dortigen Hochschule für Musik und darstellende Kunst, anschließend an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien und hat bereits verschiedenste Rollen auf der Opernbühne und bei Konzerten im In- und Ausland gesungen. Nun übt die frühere Solistin im Kinderchor der Musikschule Mannheim, die derzeit als pädagogische Assistentin an der Mannheimer Schiller-Grundschule arbeitet und dort einen Chor mit etwa 100 Kindern leitet, einmal in der Woche mit den Kids des Jugendchors "Soy".

Es ist ihr erstes derartiges Projekt, das sie sich mit Bezirkskantor Detlev Helmer teilt. Der bekannte Leiter der Jungen Kantorei hat gerade eine Stunde mit den jüngeren Kindern, alle zwischen sechs und zwölf Jahren, hinter sich.

Daisy, Angela und Elisa sind dieses Mal mit Cosima aus Mannheim zur Chorprobe nach Schwetzingen mitgekommen. Die anderen Mädchen und Jungen kennen sich bereits. "Pietro Pizzi" heißt das lustige Stück "über eine Pizza namens Pietro, einen Guru mit seiner Tiefkühltruhen-Gemeinschaft und eine unerlaubte Liebe".

"Pietro" hat Sehnsucht nach einer besseren Welt. Einer Welt, in der nicht alle Muscheln mies sind. Einer Welt, in der Oliven nicht gekapert werden. "Pietro Pizzi" hat in der Pizzeria seiner Eltern nicht sehr viele Freunde. Und deshalb verlässt er eines Tages die Speisekarte, in der er gewohnt hat. "Pietro" trifft "Guguruzzo", der sich selbst als charismatische Führungspersönlichkeit bezeichnet und ihn in seine Tiefkühltruhe einlädt. Es entstehen frostige Freundschaften und eine entflammte Liebe mit "Margarita". "Pietro" und "Margarita" versuchen, die Tiefkühltruhe zu verlassen. Es beginnt ein unerbittlicher Kampf.

Verdi-Oper-Text umgedichtet

Mehr soll über die abenteuerliche Flucht der beiden aber noch nicht verraten werden. Cosima hat das Schauspiel des in Straßburg geborenen und in Frankreich, Marokko und Österreich aufgewachsenen Autors Flo Staffelmayr, das für nur drei Personen geschrieben ist, in Teilen des Textes vertont.

"Pastorale, Cardinale" heißt es da beispielsweise nach der Musik der Verdi-Oper "Rigoletto" am Anfang des Stückes. "Kann das denn schon alles sein", fragt sich Hauptfigur "Pietro", der mit seiner Situation in der heimischen Pizzeria mehr als unzufrieden ist. Auch italienische Schlager werden in dem spritzigen Theatermusical aufgetischt.

Jede Szene ist musikalisch untermalt, sagt Cosima und beschreibt zum Beispiel die Rolle der Klatschreporterin "Klatscharina Tratschoria". "Schön hoch und gleich noch einmal", fordert sie Rebecca, Nicole und die anderen Mädchen zum Singen auf. "Singen ist so schön", erklingt es gleich darauf.

Männliche Stimmen gesucht

Die einzelnen Rollen sind an diesem Probeabend nicht besetzt. Vor allem der Hauptpart muss noch bestimmt werden. Vielleicht wird es Christoph (14), das "Naturtalent", wie es heißt. Mit ihm sowie Robin (13) und Svante (14) aus Oftersheim sind leider nur drei Buben dabei.

Weitere jugendliche Stimmen sind deshalb immer gern gesehen, betont Bezirkskantor Detlev Helmer. "Mama, von Neuseeland bis weit nach Nizza"- Cosima schrieb sogar Heintjes Ohrwurm von 1967 in "Pietro Pizzi" rein. Detlev Helmer hat mit den Kids bereits einen Rap eingeübt. "Das lief ganz gut", sagt er. Theresa braucht noch etwas Zeit, um sich in die Melodie einzufinden. Leonie (15), Franziska (16) und Sophie (14) sind schon begeistert dabei. Anna-Katharina und Lisa wissen auch noch nicht, welchen Part sie genau spielen dürfen. Das kommt alles noch.

Zeit vergeht wie im Fluge

Detlev Helmer übernimmt jetzt das Dirigieren, Cosima Grabs begleitet am Klavier. "Singing all together" lautet nun die Devise. "Wir müssen uns allmählich reinhorchen", verlangt Helmer. Das klinge ihm manchmal noch "ein bisschen zu lahm", er will "mehr Pep".

Die jungen "Soy"-Sänger entscheiden sich für "Heaven is a wonderful place" als nächsten Song. Franziska, Daisy, Svante und Robin haben das Lied auch schon im Gottesdienst gesungen und konnten so noch einmal üben.

Cosima gibt am Klavier zwei Takte vor. "Jetzt wird es frisch", ruft Helmer, "aber so lange halten, bis Cosima fertig ist". Alle klatschen zum Gospel begeistert mit. "Um Längen besser als vorher", freut sich der Chorleiter. Die Kids jubeln. Dann ist die Chorprobe auch schon wieder rum.

© Schwetzinger Zeitung, Freitag, 14.02.2014

                


Viel Rhythmus bei der dritten Kerze

Archivartikel12. Dezember 2013

Der Posaunenchor wird am Sonntag ein Medley spielen.

© privat


Die evangelische Kantorei veranstaltet am Sonntag, 15. Dezember, um 18 Uhr ihr traditionelles Advents- und Weihnachtsliedersingen in der Stadtkirche. Bis auf das Vokalensemble, das sich projektbezogen auf die Aufführung der 2. Kantate aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach im Gottesdienst am 26. Dezember vorbereitet, wirken alle Kantoreigruppen mit.

Mit von der Partie sind die Junge Kantorei, der Jugendchor "Soy", der Flötenkreis sowie der Kirchen-, Posaunen- und Gospelchor. Thema der Veranstaltung ist das bekannte Adventslied "Es kommt ein Schiff, geladen bis an sein höchsten Bord". Hierzu erklingen verschiedene Bearbeitungen, ebenso zu dem englischen Weihnachtslied "I saw three ships". Der Flötenkreis musiziert neben Liedbearbeitungen ein adventliches Ricercar von Johann Kaspar Ferdinand Fischer und eine Pavane von Johann Staden.

Die Junge Kantorei singt drei Lieder aus dem Musical "Der Stern von Bethlehem", das am 24. Dezember um 15 Uhr komplett im Familiengottesdienst aufgeführt wird. Der Jugendchor "Soy" trägt die Lieder "Heaven is a wonderful place", "Hör' in den Klang der Stille", "Joyfully sing" und den Kanon "Open the door" vor, der Kirchenchor zusätzlich ein Weihnachtslied aus dem Tessin.

Mitsingen erwünscht

Der Posaunenchor spielt neben einem Medley zu englischen Liedern eine Meditation zum Thema-Lied von Matthias Nagel und eine fetzige Bearbeitung von "Tochter Zion" von Michael Schütz. Der Gospelchor bringt ruhige und schwungvolle englische Songs zum Thema Warten, Aufmachen, Licht und Freude zu Gehör. An der Orgel erklingen drei stilistisch unterschiedliche Bearbeitungen über "Es kommt ein Schiff" von Hans Martin Corrinth, Lieselotte Kunkel und Max Reger. Die Zuhörer werden immer wieder in das Singen mit einbezogen. Die Leitung haben Rosemarie Hassler, Cosima Grabs und Bezirkskantor Detlev Helmer.

© Schwetzinger Zeitung, Donnerstag, 12.12.2013

            

2013

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Küsschen auf die Freundschaft

Archivartikel28. November 2013

Der Jugendchor "Soy" sang mit viel Gefühl bekannte Lieder. © privat

Mit dem Lied "Heaven is a wonderful place" stimmte der Jugendchor "Soy" ("Songs of Youth", übersetzt Lieder für die Jugend) unter der Leitung von Cosima Grabs und Detlev Helmer die vielen Jugendlichen, die mit ihren Eltern und Großeltern in die evangelische Stadtkirche gekommen waren, in den abendlichen Gottesdienst rund um das Thema "Freundschaft" ein.

Anschaulich boten Leonie Svovboda und Franziska Sauer den aus Psalm 23 nachgeahmten und modernisierten Psalm "Die Clique macht mich stark" dar. Es ging darum, dass sich die Jugendlichen in der Gemeinschaft der Gruppe oft wohler als zu Hause fühlten, weil sich "jeder auf jeden verlassen könne" und keiner immer wieder herumnörgle "mach' das nicht" oder "lass' jenes sein".

In einem Schauspiel stellten Verena Reiß, Leonie Svovboda, Michael Eichwald, Franziska Sauer, Sophie Hopkins und Marcel Rheinschild in fünf Szenen den Beginn einer Freundschaft, wenn ein "neues Mitglied" zur Gruppe stößt, den entstehenden Streit, wenn sich zu sehr um das neue Mitglied gekümmert wird und die anderen bestehenden Freundschaften dadurch vernachlässigt werden, dar.

Gemeinsame Aktivitäten wichtig

Verdeutlicht wurde den Zuschauern, dass eine Freundschaft immer ein "Nehmen und Geben" ist. Diakon Reinhold Weber: "Keine Beziehung kann ohne Versöhnung und Vergebung standhalten. Es ist das A und O, sich entschuldigen und wieder versöhnen zu können." Gemeinsam ließen sich Probleme viel besser bewältigen. Das Gefühl, dass man seinem Freund wirklich wichtig sei, bringe den Menschen dazu, zu vertrauen und mache gerade eine gute Freundschaft aus. Gemeinsame Aktivitäten seien genauso wichtig wie konkrete Hilfen und hilfreiche Kritik.

Es wurde viel gemeinsam gesungen. Der Jugendchor "Soy" zeigte erneut sein Können mit Liedern wie "Irgendetwas bleibt" (Silbermond) oder "Fly with me" aus dem Film "Wie im Himmel". Diakon Weber schloss den Gottesdienst mit den Worten "Manche Küsse erhalten die Freundschaft". So gab's zum Schluss für jeden ein "Ferrero Küsschen". rare

© Schwetzinger Zeitung, Donnerstag, 28.11.2013

                   

Den Sinn des Lebens selbst erkennen

Archivartikel05. November 2013

Solche Gottesdienste wünschen sich vor allem junge Leute, aber auch viele Eltern und Großeltern fänden das öfter als einmal im Jahr gut. Peppig, lebendig, musikalisch und vor allem mit einem großen Bezug zu Kirche, Glaube und Gott ging es in der Josefskapelle rund. Unter dem Titel "Walk of Fame - was ist der Sinn des Lebens und wie kann ich ein sinnvolles Leben führen?" hatten Gemeindediakon Reinhold Weber, Detlev Helmer, Cosima Grabs und Bezirksjugendkantorin Ute Roth zu einem ganz besonderen Tauf- und Konfirmandengottesdienst eingeladen. Die Bänke waren bis auf den letzten Platz besetzt.

Nach der Begrüßung durch die Konfirmanden Christina Sauer und Janine Renkert zeigte der Jugendchor "SOY" (Songs of Youth - Lieder der Jugend), dass Singen Spaß macht und gut tut. Mit "In your presence" ging es schon in die Botschaft hinein: Denn drei 13-Jährige sollten getauft werden und während der Herbstferienwoche hatten sich die angehenden Konfirmanden Gedanken über den Sinn des Lebens gemacht.

Frederik Fauerbach und die Zwillinge Nakisa und Navid Heim aus Schwetzingen wurden an diesem besonderen Sonntag getauft: "Gott sagt ja zu euch und zu eurem Leben", rief ihnen Diakon Weber zu. Mit Taufwünschen wie "Kein Stress, Frieden, gute Noten und viel Spaß" wurden sie von ihrer Konfirmandengruppe in die Gemeinde der Gläubigen aufgenommen. Mit dem Banner "Freuen, Leben, Genießen" machte ein Teil der 29-köpfigen Konfirmandengruppe darauf aufmerksam, dass jeder "Sinn des Lebens einzigartig sei, da jeder Mensch individuell ist". Viele Menschen könnten das Leben erst nach schlechten Erfahrungen genießen.

"Auf euch kommt es an!"

Auf einer "Gottessuchexpedition" fragten sich die Konfirmanden, was genau "Gott mit ihrem Leben zu tun habe und ob es Gott wirklich gebe". Reinhold Weber bestätigte mit dem Jeremiah-Psalm ("Wenn ihr mich von ganzem Herzen sucht, werde ich mich von euch finden lassen"), dass Gott für jeden da ist, der ihn braucht und sucht. "Wir sind hier nicht in Hollywood, sondern in Schwetzingen, euer "Konfi-Buch of Fame" liegt hier, Ihr seid wichtig - auf euch kommt es an!", versicherte Weber. Detlev Helmer und die Leiterin des Jugendchors Cosima Grabs begeisterten mit geistlichen Liedern, aber auch mit Pop-Songs in verschiedenen Sprachen. Bei Silbermonds "Gib mir ein kleines bisschen Sicherheit" und "Heaven is a wonderful place" bewiesen die Jugendlichen ihr Talent. Die Freude am Singen und am Glauben war spürbar. "Wir freuen uns über neue Interessenten und sind für jeden da", so Helmer. Oft könne man mit Musik und Gesang Gedanken zum Glauben und zur Kirche besser ausdrücken. rare

© Schwetzinger Zeitung, Dienstag, 05.11.2013

 

2012

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Schüler steigen mit Gesang ins Jubiläum

Archivartike 18. April 2012 Autor: Jan Cerny

"Ich wachse in die Erde": Mit sichtlichem Vergnügen sang der große Chor der Schillerschule zum Auftakt der Jubiläumsveranstaltungen. © jan


Der eigentliche Festakt ist auf den 22. Juni terminiert, doch bereits jetzt steht in der Neckarauer Schillerschule alles im Zeichen des Jubiläums: Seit 50 Jahren besteht die Schule, das verkünden auch große Buchstaben an der Frontseite des Gebäudes. Rektor Stefan Bolay, sein pädagogisches Team und der Förderverein bereiteten eine Reihe von Veranstaltungen vor, zum Auftakt präsentierten die Schüler die breite Palette der musikalischen Erziehung. Und die ist beeindruckend, wie die Schüler der 1. bis 7. Klassen vorführten.

Dabei verfügt die Schule nicht einmal über einen Musiklehrer oder eine -lehrerin. "Das vorgesehene Lehrerkontingent ist ausgeschöpft, mehr bekommen wird nicht", erklärt Rektor Bolay im Gespräch. Zum Glück will der engagierte Pädagoge auf die musikalische Erziehung der Kinder auf keinen Fall verzichten. Also engagierte die Schule Fachleute aus dem Orchester des Mannheimer Nationaltheater und der Musikschule Mannheim. Vielleicht ist dies der Grund für den Erfolg. Die Musiker üben mit den Schülern im Rahmen der musikalischen Arbeitsgemeinschaften. Es gelingt ihnen, die Kinder zu motivieren.

Gleich zu Beginn des Konzertes zeigte Melissa Kuranovic aus der Klasse 7a wie entschlossen sie an die Ausbildung an der Violine herangeht. Angeleitet wird sie von Leena Sippola vom Orchester des Nationaltheaters. "Die Kinder sind richtig hungrig nach Musik", zeigt sich die Violinistin begeistert.

Davon weiß auch Cosima Grabs ein Lied zu singen. Die Opernsängerin leitet die Chor-AG. Mit sichtlichem Vergnügen am Gesang verkünden die rund 50 Kinder vom Podium "Ich lieb den Frühling", "Ich wachse in die Erde" und besingen mit dem "Mannemer Lied" ihre Heimatstadt.

Begeisterten Applaus ernten die Schwestern Isinger. Emily (Klasse 3a) am Klavier und Alicia (Klasse 4b) mit Violine spielen zwei Stücke von Schostakowitsch. Die beiden ausgesprochen musikalischen Talente spielen sauber, als hätten sie die Stücke unzählige Male geübt, vor allem aber mit einem Einfühlungsvermögen, das man so jungen Mädchen kaum zutraut.

Die Breite der musikalischen Möglichkeiten erweitert auch Marcos Nogueira von der Musikschule Mannheim, der mit Schülern der fünften und sechsten Klasse Gitarrenspiel einstudiert. Die Vorführung überzeugte ebenso das Publikum wie der Auftritt der Akkordeon-AG unter der Leitung der Musikdozentin Strohmeier vom Handharmonikaverein Rheinklang. Abgerundet wurde das Konzert vom Pop-Chor der größeren Schülerinnen und der Flöten-AG, beide geleitet von der pädagogischen Assistentin Cosima Grabs.

Mit von der Partie war der Förderverein der Schillerschule, der für die Pause Getränke und Kuchen spendierte. Mit dem Erlös aus dem Verkauf kann der Verein weitere Aktivitäten finanzieren. Es ist ja in diesem Jubiläumsjahr nicht die letzte Veranstaltung der 50 Jahre alten Schillerschule.

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 18.04.2012

   

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